Willkommen beim Verband binationaler Familien und Partnerschaften in Bremen!

In der globalisierten Welt wird auch die Liebe international: Zunehmend finden Menschen ihr Glück weit über nationale und kulturelle Grenzen hinaus. Jede achte Eheschließung in Deutschland ist heute eine binationale Verbindung. Jedes vierte Kind, das hier geboren wird, hat Eltern mit unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten. Und: Im Rahmen der Familienzusammenführung erhalten jedes Jahr mehr als 27.000 Familienangehörige von Deutschen, die nicht aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union stammen, eine Aufenthaltserlaubnis für ein Familienleben in Deutschland.

Freie Partnerwahl ist ein Menschenrecht. Die Familie ist als Ort emotionaler Bindung und gegenseitiger Verantwortung grundrechtlich geschützt. Und dennoch: Zwischen dem verfassungsrechtlich garantierten Schutz von Ehe und Familie und der politisch gewollten Begrenzung der Zuwanderung finden sich binationale Paare und Familien in einem Dickicht ausländerrechtlichen Bestimmungen und einem weitgehend intransparenten Verwaltungshandeln wieder. Die damit einhergehenden Restriktionen, Verdächtigungen und Kontrollen greifen tief in das Privatleben binationaler Paare und Familien ein.

Binationale Beziehungen sind heute längst keine Ausnahmeerscheinung mehr. Immer mehr Paare und Familien leben vor, wie selbstverständlich und „normal“ der interkulturelle Alltag funktionieren kann. In der Gesetzgebung und in den Institutionen wird diese gesellschaftliche Realität jedoch noch nicht anerkannt. Das zu verändern, ist unser Ziel.

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Pressemitteilung

Aktuelle Studie bestätigt Verbandshaltung zum Familiennachzug

Die aktuelle Studie zur Lebenszufriedenheit von Geflüchteten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. bestätigt die jahrelange Forderung unseres Verbandes: Familien gehören zusammen und stellen einen Integrationsmotor dar.

Seit Jahrzenten setzen wir uns als interkultureller Familienverband für den Familiennachzug ein, weil Familienleben unteilbar sein muss. Laut der oben genannten Studie ist die Lebenszufriedenheit deutlich geringer, wenn ihre Kinder weiterhin im Ausland leben müssen und nicht zu ihren Vätern oder Müttern nachziehen können.

Und diese Unzufriedenheit gilt nicht nur für aktuell Geflüchtete, sondern betrifft auch diejenigen, die seit Jahren auf ihre Familienangehörigen warten. Familien gehören zusammen und ein wirkliches Ankommen in einem Land hängt auch davon ab, ob ich als Familie neu starten kann.

„Viele Geflüchtete wirken verstört und voller Sorge“, bestätigt Swenja Gerhard, Beraterin im Verband binationaler Familien und Partnerschaften. „Das Zurücklassen ihrer Familie ist oft aus einer Notsituation wie beispielsweise fehlender finanzieller Mittel oder der großen Gefahr einer Flucht heraus entstanden.“

Ganz im Sinne unseres Verbandes ist die Quintessenz der Studie: die Migrations-, Integrations- und Familienpolitik sollte die Erkenntnisse stärker berücksichtigen, bspw. in den Debatten um den Familiennachzug. Die logische Forderung auch aus dieser Studie ist und bleibt daher, den Familiennachzug endlich als etwas Positives und Integrationsförderndes zu erkennen und ihn nicht länger zur Stimmungsmache und Gefahr zu instrumentalisieren. Ein Land zeigt seine Werte auch in der Art und Weise, wie es Familien und Kinder behandelt und unterstützt.