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Familiennachzug aus Afghanistan: Kein Visum ohne persönliche Botschaftsvorsprache

21.01.2022

Die afghanische Ehefrau eines Deutschen und sein Kind müssen für ein Visum nach Deutschland persönlich vorsprechen. Das gilt auch dann, wenn sie dafür ins pakistanische Islamabad reisen müssen und die Ausreise aufgrund der Situation in Afghanistan fehlschlug. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden.

https://www.zeit.de/news/2022-01/20/wartezeit-in-afghanistan-kein-visum-ohne-botschaftsbesuch

Die Politik muss wollen: Ampel-Koalition verspricht Abschaffung des Sprachnachweises vor der Einreise

26.11.2021

2007 trat eine Gesetzesänderung beim Familiennachzug in Kraft, die unzähligen binationalen und migrantischen Paaren und Familien großes persönliches Leid, erzwungene Trennungszeiten und hohe Kosten verursacht hat. Denn wer als Drittstaatsangehörige*r zu einer/einem deutschen oder drittstaatsangehörigen Ehepartner*in nach Deutschland ziehen will, muss sich – bis auf wenige Ausnahmen – zunächst einer Deutschprüfung unterziehen. 

Ein Familienleben in Deutschland ist erst möglich, wenn die/der im Ausland lebende Ehepartner*in den Deutschtest bestanden hat und der deutschen Auslandsvertretung ein A1-Sprachzertifikat des Goethe-Instituts vorlegen kann.

„Start Deutsch 1 hat zwei Teile: Einen schriftlichen Teil von 65 Minuten Dauer und einen mündlichen Teil von 15 Minuten Dauer.“

Unser Verband hat die Gesetzesverschärfung von Beginn an scharf kritisiert, da die gesetzliche Vorgabe betroffene Paare und Familien in ihren elementaren Rechten verletzt. In unserer Beratungsarbeit erleben wir immer wieder verzweifelte Ratsuchende, deren Ehepartner*innen wiederholt an der Sprachprüfung gescheitert sind und die von starken psychischen Belastungen berichten. Und wir sind seitdem nicht müde geworden, die ersatzlose Streichung des Sprachnachweises beim Ehegattennachzug zu fordern.           

Nun versprechen SPD, Grüne und FDP in ihrem Koalitionsvertrag, das Spracherfordernis vor der Einreise abzuschaffen:

„Zum Ehepartner oder zur Ehepartnerin nachziehende Personen können den erforderlichen Sprachnachweis auch erst unverzüglich nach ihrer Ankunft erbringen.“

Pressemitteilung

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